Bildung kann gelingen – wenn wir uns dafür einsetzen.

Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen, die sie tagtäglich in den Kinderbetreuungseinrichtungen, den Kindergärten und Schulen vollbringen. Eine der wichtigsten Funktionen in unserer Gesellschaft ist es, Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen ein Lernumfeld zu bieten, in dem sie ihre Potenziale, Neigungen und Fähigkeiten bestmöglich entwickeln können. Nur so entsteht Lust auf Lernen, nur so kann jeder einzelne einen wertvollen Beitrag in unserer Gesellschaft vollbringen.

Umso dramatischer ist es, dass potenzial- und chancenorientierte Bildung viel zu selten gelingt. Tag für Tag können Kinder nicht das entfalten, was eigentlich in ihnen steckt. Gerald Hüther drückt es in seinem neuen Buch sehr treffend aus: „Jedes Kind ist hoch begabt.“

Wir sind noch immer gefangen in antiquierten Überzeugungen, Haltungen und Werten. Ich schreibe bewusst nicht „in einem antiquierten Bildungssystem“, denn die unsägliche Systemdebatte wird vielfach nur vorgeschoben, um Veränderung zu verhindern. Gelingende Bildung wird am Ende des Tages dort gemacht, wo Unterricht passiert, wo sich Menschen austauschen, wo sie gemeinsam Erfahrungen machen und Neues entdecken. Das Bildungssystem soll den strukturellen Rahmen für gelingende Bildung bieten – nicht mehr und nicht weniger.

Ich behaupte: Auch im aktuellen Schul- und Bildungssystem sind grandiose Lernerfahrungen im Sinne der bestmöglichen Bildung und Erziehung unserer Kinder möglich. Wir müssen es nur tun.

Einige Hypothesen dazu:

  • Gemeinsame Verantwortung: ALLE Protagonisten – insbesondere auch die Eltern – müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
  • Kultur des Miteinanders: Wir müssen aufhören, im Thema Bildung gegeneinander zu arbeiten. Politik, Verwaltung, Pädagog/innen, Eltern und Kinder müssen gemeinsam an einem Strang ziehen.
  • Leitbild: Wir müssen uns bewusst machen, dass in Bildungseinrichtungen (gleich wie zu Hause) tagtäglich Einfluss auf Biographien genommen wird. ALLE Menschen haben ein Anrecht auf ein glückliches und sinnerfülltes Leben. Im Elternhaus und in den Bildungseinrichtungen wird der Grundstein dafür gelegt. Dieses Bild sollte uns leiten.
  • Information, Dialog und Bewusstseinsbildung: Im Kern geht es darum, Haltungen, Glaubenssätze und Werte auf verschiedenen Ebenen zu hinterfragen und im Sinne einer modernen „Bildungsphilosophie“ anzupassen. Hierzu braucht es Räume und Plattformen für respektvollen aber durchaus kontroversen Austausch.

Gerade die Gehirnforschung hat uns in den letzten Jahren gezeigt, wie menschliches Lernen funktioniert. Prof. Dr. Gerald Hüther ist in diesem Zusammenhang einer der „Stars“ im deutschsprachigen Raum. Ich empfehle allen, seine Videos auf Youtube anzuschauen, seine Bücher zu lesen und sich mit seinem Gedankengut auseinander zu setzen.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

Bildung kann gelingen – wenn wir uns dafür einsetzen.

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  • Reply

    hans schwab

    2021 Jahren ago

    dem kann ich nur zustimmen. was noch dazukommen muss, ist geschwindigkeit, leidenschaft und ernster wille. wir müssen es auch machen!

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